Das von Dr. Eva Madelung in den 90er Jahren entwickelte Neuro-Imaginatives Gestalten (NIG) ist eine kreative Aufstellungsmethode, die sich im „Werkzeugkoffer“ von Therapeuten, Beratern, Coaches, Trainern, Pädagogen, Supervisoren und anderen psychosozialen Berufen vielfach bewährt hat.
Das NIG zeichnet sich durch einen Brückenbau zwischen
systemisch-konstruktivistischen und systemisch-phänomenologischen
Vorgehensweisen aus. Es enthält Elemente der Heidelberger
Familientherapie, der Hypnotherapie, Körpertherapie, Kurztherapie nach
De Shazer, des NLP und der systemischen Aufstellungsarbeit. Die
Integration kunsttherapeutischer Elemente in das systemische Vorgehen
regt auch Menschen, die sich nicht als „Künstler“ fühlen, zum
schöpferischen Umgang mit den eigenen Ressourcen an.
Im NIG setzen die Klienten ihr Anliegen in mit der nicht-dominanten Hand spontan erstellte Skizzen um, die sie als Bodenanker verwenden. Durch das Sich-ins-Bild-Stellen werden die Skizzen mit dem ganzen Körper und allen Sinnen erfahren und neue, unerwartete Perspektiven erlebt.
NIG - Ein Film über die Methode des NIG (12 min)
Die zusätzliche Verwendung einer – auch aus traumatherapeutischer Sicht sehr hilfreichen - Metaposition führt zu einem weiteren Perspektivenwechsel. Dadurch wird es möglich, die eigene Aufstellung sozusagen aus der Außenperspektive zu betrachten und zu reflektieren. Überraschende Einsichten und Neuorientierungen sind dabei weder beim Klienten noch beim Therapeuten auszuschließen.
